Indikationen der HRV-Analyse

HRV in der Präventionsmedizin

HRV in der Präventionsmedizin

In Deutschland führen Herz-Kreislauferkrankungen seit vielen Jahren die Liste der häufigsten Todesursachen an. Viele Menschen möchten ihr persönliches Risikoprofil kennen und erfahren, was sie selbst tun können, um sich zu schützen. Neben den „klassischen“ Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Rauchen, Cholesterinspiegel und familiärer Belastung stellt die Bestimmung der HRV einen leicht erhebbaren und kontrollierbaren Parameter dar, der auf einen erhöhten Sympathikotonus hinweisen kann. Auffällige Werte können für ein erhöhtes Risiko sprechen, sofern vorübergehende Ursachen wie ein akuter Infekt ausgeschlossen werden können (ggf. ist eine kurzfristige Kontrolle der HRV hilfreich). In diesem Fall sollte nach den Ursachen geforscht werden: Besteht eine Dauerstresssituation? Gibt es körperliche Beschwerden oder bereits bestehende Erkrankungen? In vielen Fällen profitieren die Patienten sehr von regelmäßigem, an die persönliche Leistungsfähigkeit angepasstem Ausdauertraining und Entspannungsübungen, deren Erfolg mittels HRV- bzw. VNS Analysen kontrolliert werden kann. Biofeedback hilft, eigene Körpersignale zu verstehen und positiv zu beeinflussen.

HRV und Stress

Ist das vegetative Nervensystem Ihres „gestressten“ Patienten noch in der Lage, sich an die täglichen Anforderungen anzupassen? Gelingt es dem Körper noch, sich in Ruhephasen ausreichend zu erholen und zu regenerieren? Oder besteht auch in Ruhe eine überwiegende Sympathikusaktivität, so dass Ihr Patient unter Daueranspannung steht? Bei auffälligen Werten der HRV ist eine weitere Diagnostik sinnvoll: Lässt sich die „innere Bremse“, der Parasympathikus, durch Atemübungen stimulieren? Oder liegt bereits eine Regulationsstarre vor, die Anlass zu einer weiteren Abklärung körperlicher und psychischer Ursachen geben sollte? Ein regelmäßiges Vagustraining hilft, die Parasympathikusaktivität langfristig zu trainieren.

HRV und Stress
HRV und Biofeedback bei chronischen Schmerzen

HRV und Biofeedback bei chronischen Schmerzen

Bei vielen Patienten, die unter chronischen Rückenschmerzen oder dem Fibromyalgiesyndrom leiden, ist die Regulationsfähigkeit des VNS beeinträchtigt. Neben der Schmerzsymptomatik bestehen daher häufig auch Schlafstörungen, Erschöpfung, Reizdarmbeschwerden, Herzrasen und verstärktes Frieren oder Schwitzen. Die HRV-Messung bzw. VNS Analyse schafft Klarheit: Regulationsstörungen des vegetativen Nervensystems können rasch erkannt werden. Regelmäßiges VARILYTIC-Training (Biofeedback) trägt dazu bei, die Parasympathikusaktivität zu stärken und vegetative Beschwerden zu lindern. Eine wichtige Therapiekomponente bei chronischen Schmerzen ist der Aufbau regelmäßiger körperlicher Aktivität - Verbesserung der Leistungsfähigkeit spiegeln sich in der Regel auch in besseren HRV Messergebnissen wider. Regelmäßige Kontrollen sind also sinnvoll!

HRV und Biofeedback bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen

Wer unter Ängsten und/oder Depressionen leidet, ist oft nicht mehr in der Lage, flexibel auf unterschiedliche Situationen und Anforderungen zu reagieren. Auch alltägliche „Kleinigkeiten“ können für Betroffene zu einer großen Belastung werden, die kaum zu bewältigen scheint. Bei vielen Patienten spiegeln sich diese Einschränkungen auch in einer reduzierten HRV wider, d. h. die HRV-Messung erbringt „schlechte“ Werte. In solchen Fällen ist es sinnvoll, zusätzlich eine Messung unter Atemtaktung durchzuführen. So lässt sich feststellen, ob die „innere Bremse“ dadurch aktiviert werden kann, die Entspannungsfähigkeit des Patienten also noch gegeben ist. In diesem Fall ist es für den Patienten sehr lohnenswert, regelmäßig mit dem HRV-Gerät zu trainieren (Biofeedback) und/oder ein Entspannungsverfahren zu erlernen. Sollte bereits eine Regulationsstarre vorliegen (d. h. die Werte bessern sich auch unter Atemtaktung nicht oder kaum), sollte zum einen das Vorliegen zusätzlicher körperlicher Ursachen abgeklärt werden, zum anderen aber auch eine intensive Therapie einer ggf. vorliegenden psychischen Erkrankung erfolgen. Kontrollmessungen sind gut geeignet, um die Wirkung der Therapie auf das vegetative Nervensystem (VNS) physiologisch zu messen.

HRV und Biofeedback bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen
HRV und Biofeedback bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

HRV und Biofeedback bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Eine Überaktivierung des Sympathikus spielt für die Entstehung von Bluthochdruck und Herzerkrankungen eine wichtige Rolle. Viele medikamentöse Therapien haben das Ziel, dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Die Messung der Herzratenvariabilität hat nach einem Myokardinfarkt und bei Patienten mit Herzinsuffizienz prognostische Bedeutung. Neben der diagnostischen Aussagekraft der Analyse bietet die VARILYTIC HRV-Therapie Ihren Patienten die Möglichkeit, durch Biofeedback selbst einen positiven Einfluss auf ihr vegetatives Nervensystem auszuüben und die Leistungsfähigkeit ihres Parasympathikus zu stärken.